Totale des Künstlers Heinz Hermann Maria Hoppe aus München zeigt einen weiblichen, goldenen Engel, der eine große, geöffnete Schatulle zeigt. In der Büchse der Pandora steigt ein Atompilz auf. Das gesamte Umfeld ist durch atomare, goldene Strukturen definiert. Atomkerne fliegen in Richtung der Pandora.
‘Angel of Fire and Fury’ I / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Das vorliegende Werk ist in allen seinen Teilen urheberrechtlich geschützt.
© 2020 by Heinz Hermann Maria Hoppe
Alle Rechte vorbehalten


‘Angel of Fire and Fury’ /// Bildserie : : :


Engel des Feuers und des Zorns : : :
Digitale Malerei


“North Korea best not make any more threats to the United States,” […] “They will be met with fire and fury like the world has never seen.” 1
US-Präsident Donald J. Trump
The New York Times, 8. August 2017

“But if their war leaders are still so blind as to persist in the rejection of our mercy, they may expect, as President Truman says, ‘a rain of ruin from the air the like of which has never been seen on this earth.’” 2
US-Präsident Harry S. Truman
in dem Artikel von Matthew Calbraith Perry “OUR ANSWER TO JAPAN”,
The New York Times, 7. August 1945

Perspektivwechsel. Das digitale Gemälde zeigt Pandora mit der Büchse von oben. Atome und Moleküle sind Teil der Komposition.

‘Angel of Fire and Fury II’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Digitalkunst. Frontalansicht des Engels. Aus der Büchse der Pandora entweicht der Rauch des Atompilzes. Diagonale Linien teilen die Komposition in Felder auf.

‘Angel of Fire and Fury III’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Digitalkunst. Froschperspektive der Pandora mit der Büchse. Einspiegelungen auf den goldenen Oberflächen und starke Kontraste lassen die Atome plastisch wirken.

‘Angel of Fire and Fury IV’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Eine weitere perspektivische Ansicht des Digitalkünstlers. Im Atompilz sind Trümmerteile auszumachen.

‘Angel of Fire and Fury V’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Digitale Kunst. Vogelperspektive mit Einblick in die Büchse der Pandora.

‘Angel of Fire and Fury VI’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Digitale Kunst. Detailansicht des gemalten Atompilzes von untern (Froschperspektive).

‘Angel of Fire and Fury VII’ / 2020 / Mixed Media, Digitale 3D-Malerei / Fotoabzug auf Fujiflex, kaschiert auf Alu-Dibond / Auflage: 7 / 120 cm (H) ∙ 210 cm (B) / Nummeriert und handsigniert.

Kommentar
Autor: Heinz Hermann Maria Hoppe

Die Büchse der Pandora

Zeus war zornig. Prometheus hatte das Feuer gestohlen. Zur Strafe wies Zeus die schöne Pandora an, den Menschen eine Büchse zu schenken – mit der Weisung, sie für immer verschlossen zu halten. Unerlaubt öffnete die übermütige Pandora eigenhändig das geheimnisvolle Behältnis und entließ so die Laster in die Welt. Nur die Hoffnung blieb zurück, weil Pandora das Gefäß gerade noch rechtzeitig wieder verschließen konnte. Für die Untugenden aber war es zu spät. Das Schlechte war fortan in der Welt, die zu einem trostlosen Ort wurde.3


Atomares Menetekel

Der eigentliche Erfinder der Atombombe war ein Schriftsteller. H. G. Wells sah in seinem Science-Fiction-Roman ‘The World Set Free’ (›Befreite Welt‹) die Entdeckung der Kernenergie, die Entwicklung von Atombomben und die Folgen eines atomar geführten Krieges voraus. Er prägte bereits 1914 den Begriff »Atombombe«.4 Von dem Buch angeregt, arbeitete der Theoretiker Leó Szilárd unter Berücksichtigung der Einsteinschen Relativitätstheorie die Idee der nuklearen Kettenreaktion aus. Enrico Fermi, Lise Meitner, Otto Hahn, Fritz Straßmann, Otto Frisch, Irène Joliot-Curie und andere Wissenschaftler griffen seine Gedanken experimentell auf.5 Durch Neutronenbeschuss kritischer Massen war der Geist der Kernspaltung aus der Flasche gelassen worden. Die Hydra der Kettenreaktion war geweckt. ///

Macht der Masse

Eine kleine Menge Materie kann in eine zerstörerische Menge Energie umgewandelt werden. Kernphysikalisch beweist das die Formel der Relativitätstheorie E=mc2: Energie ist gleich der Masse, multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat. Um eine Kernspaltung auslösen zu können, braucht man eine kritische Masse. Die 92 Protonen und 143 Neutronen des Uran-235 bilden zusammen den größten Atomkern der Erde, der instabil genug ist, um ihn durch Neutronenbeschuss spalten zu können. Dabei freiwerdende Neutronen setzen dann eine Kettenreaktion in Gang, indem sie weitere Uran-235-Atome spalten. Nach dem Prinzip der Kernspaltung funktionieren Atombomben.

Die Wasserstoff- oder H-Bombe hingegen ist eine Fusionswaffe, dessen Energie in einer Explosion überirdischer Dimension freigesetzt wird. Bei der Kernfusion läuft im Wesentlichen ein umgekehrter, zweistufiger Prozess ab: Tritium und Deuterium verschmelzen miteinander, nachdem sie mit hoher Energie aufeinander geschossen wurden. Die Energie für den Beschuss wird durch einen Kernspaltungsprozess von Plutonium und/oder Uran-235 erzeugt.

Neutronenbomben bilden eine weitere Klasse. Die modifizierten Wasserstoffbomben sind auf maximale Neutronenausstrahlung hin konzipiert. Die Strahlung tötet Lebewesen, soll aber gegnerische Infrastrukturen wie Häuser, Verkehrswege und Waffensysteme weitestgehend verschonen. Die tödliche Verstrahlung der Umgebung soll nach relativ kurzer Zeit abebben, damit die Gebiete vereinnahmt werden könnten.

Radiologische Bomben sind im Gegensatz dazu »schmutzige« Strahlungswaffen, die weite Gebiete radioaktiv kontaminieren und aufgrund sehr langer Halbwertszeiten dauerhaft unbewohnbar machen sollen. Die Radioaktivität von Kobaltbomben nimmt im Lauf von 50 Jahren nur um ein 1000stel ab. Außerhalb von Bunkern wäre menschliches Überleben dauerhaft unmöglich.6 ///


Endzeit-Phasen


»Harmagedon«, der Berg, an dem sich die Götter versammeln, steht in der Bibel synonym für den Ort der Apokalypse. In der Offenbarung des Johannes schütteten sieben Engel, vom Himmel herab, die Schalen des Zornes aus. Die Sonne versengte die Menschen daraufhin durch große Hitze, der Euphrat trocknete aus. Quellen wurden zu Blut, schlimme Geschwüre bildeten sich. Die Erde bebte und verfinsterte sich.7


Eine Kernwaffe tötet durch Druck, Hitze und Strahlung. Beim Abwurf der Atombombe über Hiroshima wurden 0,6 Gramm Masse in Energie umgewandelt, die 70.000 bis 80.000 Menschen augenblicklich auslöschte. Im ganzen Universum gibt es wahrscheinlich keinen zweiten physikalischen Effekt, bei der eine kritische Masse in Sekundenbruchteilen zur Kettenreaktion gebracht und derartig verdichtet wird. Der sich aufbauende Druck im Innern einer Atombombe beträgt mehr als eine Milliarde Atmosphären. Mit 100 Millionen Grad Celsius ist es in der Nähe des Explosionszentrums sechs mal heißer als im Innern der Sonne. Geschwindigkeiten innerhalb der Druckwellen von 10.000 Kilometern pro Sekunde vernichten jeden Organismus. Sofort- und Fallout-Strahlung zerstören organisches Zellgewebe augenblicklich oder quälend langsam über Wochen, Monate oder Generationen hinweg.8

Die Explosion wird meistens in der Luft ausgelöst. So entfalten die zerstörerischen Kräfte die größte Wirkung und decken ein größeres Areal ab. Durch die ungeheure Explosivkraft einer Kettenreaktion entsteht ein gleißend heller Feuerball. Wer hineinschaut, erblindet augenblicklich. Eine Druckwelle breitet sich in der Atmosphäre aus, der Feuerball kühlt ab und es bildet sich eine Pilzwolke, die, je nach Sprengkraft der Bombe, bis auf tausende von Metern in der Atmosphäre heranwächst.

In der Abwurfzone verdampfen die Menschen sofort. Mit zunehmender Entfernung vom Zentrum nehmen die Verbrennungsgrade ab. Stürme fachen Feuer an. Wer die Hitzestrahlung überlebt, stirbt in Flächenbränden. Die Druckwelle lässt die Häuser einer Großstadt in sich zusammenfallen, die Menschen werden von umherfliegenden Trümmerteilen erschlagen.

Die Sofortstrahlung in der engeren Abwurfzone durchdringt und zerstört Körpergewebe. Auch in Tiefgaragen und U-Bahnschächten ist man vor ihnen nicht sicher. Jenseits der Explosionszentren holen die Strahlenwolken die flüchtenden Menschen in ihren Fahrzeugen auf verstopften Autobahnen ein.

Der Radioaktive Niederschlag (Fallout) transportiert verstrahlte Partikel aus der Atmosphäre zurück auf den Boden. In einem nuklearen Winter verfinstert sich der Himmel. Durch in die Atmosphäre geblasene Staubpartikel dringen Sonnenstrahlen nicht mehr oder stark vermindert durch. Pflanzenwachstum und Photosynthese werden gestört, es kommt zu Hungersnöten durch Ernteausfälle und massenhaftem Tiersterben.9

Elektromagnetische Impulse zerstören die Stromversorgung und die elektronischen Bauteile in Kliniken, Versorgungsanlagen und Autos. Damit fällt auch die Wasserversorgung aus.

Die medizinische Versorgung bricht zusammen. Zentrumsnahe Krankenhäuser sind direkt mit dem Einschlag vernichtet worden. Transport-, Kommmunikations- und Energiesysteme fallen aus. Chaos, Massenpanik und Flucht lassen gesellschaftliche Werte schneller vergessen, als man laufen kann. Verwüstungen in den Städten spiegeln den kulturellen Niedergang und den Zerfall jeglicher Ordnung. Gewalt, Plünderungen und Bandenkriege ziehen in die Straßenzüge ein, sofern es überhaupt Überlebende gibt. Jeder kämpft um sein nacktes Überleben und geht wortwörtlich über Leichen. ///


Der Neutronen-Tod

Hätte sich die kosmische Strahlung nicht über Millionen Jahre hinweg immer weiter reduziert, wären auf der Erde noch nicht einmal Einzeller entstanden. Mit Bombenabwürfen, Atomtests und Kernreaktor-Unfällen haben wir den Prozess wieder umgekehrt.10 Jedes Jahr werden tausende Tonnen radioaktiven Abfalls produziert, die bis zu einer Million Jahre von der Biosphäre isoliert werden müssen. Wir wissen nicht, wohin mit dem gefährlichen Müll.11 Das Damoklesschwert der radioaktiven Verstrahlung schwebt seit der Entdeckung der Kernspaltung über unseren Köpfen.

Die Strahlen von Atomwaffen töten quälend und würdelos. Die Neutronenbombe ist auf Verstrahlung hin optimiert. Hohe Dosen zerstören das Gehirn und das Zentrale Nervensystem. Man verliert seine Haare, seine Sinne und die Orientierung, man kann sich nicht mehr artikulieren und wird handlungsunfähig. Der Blutdruck fällt ab, Fieber, Erbrechen, Spasmen und Lähmungen, Schock und Koma führen schließlich zum Tod. Die Strahlen durchdringen die Zellen. Danach funktioniert die Zellteilung nicht mehr, weiße Blutkörperchen werden vernichtet, einfache Entzündungen werden zum Todesurteil. Der Gastrointestinaltrakt reagiert auf seine Vernichtung mit unkontrollierten Durchfällen. Der Körper verliert seine Flüssigkeiten. Ärzte können einem nicht mehr helfen.

Wer überlebt, leidet unter lebenslangen psychischen Problemen. Selbst bei kleineren Strahlendosen sind die Langzeitschäden brutal. Verstrahlte Zellen werden zwar meistens abgetötet, manche überleben aber mit geschädigter DNA. Deren Klone mutieren zu Tumoren, zu Knochen- und Lungenkrebs oder zu Leukämie. Komplizierte Gen-Defekte können über Generationen hinweg zu monströsen Fehlbildungen führen.

Die Infrastruktur wie Verkehrswege und Häuser oder die Panzer bleiben während eines Neutronenbomben-Angriffs aber weitestgehend heile und dem Gegner erhalten. Neutronenbomben sind der Gipfel planerischer Perversionen.12 ///


Zeitalter des Atoms

Nach dem Abwurf der zweiten Atombombe über Nagasaki kapitulierte Japan. Der Zweite Weltkrieg war endlich beendet. Befürworter rechtfertigten die Abwürfe mit dem Argument, sehr vielen Soldaten das Leben gerettet zu haben, die bei einer Invasion gefallen wären. Gleich nach dem ›Trinity-Versuch‹, dem initialen Atombombentest in der Wüste New Mexikos, gab es aber auch Gegenstimmen zum Einsatz über Japan unter den Wissenschaftlern. Sie schlugen stattdessen eine Demonstration der Massenvernichtungswaffe vor, um die Kapitulation zu erzwingen.13

Nachdem der Welt die ungeheure »Power« der Kernspaltung offenbart worden war, wurde die neue Energiequelle bestaunt, bewundert und gefeiert. In den japanischen Trümmerfeldern untersuchten amerikanische Wissenschaftler die Strahlenschäden, behandelten die Opfer aber nicht.14 Man wollte »nur« die atomare Strahlung verstehen lernen. Es ging um Wissen zur Machterweiterung. Das »Atomzeitalter« war geboren, in denen neue Höllenmaschinen mutieren konnten.

Der eine Krieg war gerade erst zu Ende, als sich schon ein neuer, »kalter« Krieg ankündigte. In Serien von Atombombentests jagten die beiden Großmächte ausgediente Kriegsschiffe und ganze Inseln in die Luft. Sogar den Mond wollten sie angeblich zu Demonstrationszwecken in Stücke sprengen.15 Unterirdisch, unter Wasser und in der Luft führten allein die USA über 500 Tests mit Namen wie »Crossroads Able«, »Greenhouse«, »Ivy Mike« oder »Castle Bravo« durch und verstrahlten auch die eigenen Leute.16 Mit der »Zar« zündeten die Russen 1961 die größte Wasserstoffbombe der Welt. Die freigesetzten 50 Megatonnen entsprachen der 4000-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Der Atompilz erreichte eine Höhe von über 60 Kilometern!17

Mit der Anlandung sowjetischer Mittelstreckenraketen in der Schweinebucht wurde Kuba zum Krisenherd. Am Ende des »Kalten Krieges« standen sich über 70.000 Atomsprengköpfe der beiden Großmächte mit der 800.000-fachen Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe gegenüber.18 Das nukleare Wettrüsten war kurz davor, sich in einer Apokalypse zu entladen.

Die atomaren Tests dienten aber auch der zivilen Nutzung. Im neuen Atomzeitalter verkörperte das Atom die Zukunft und galt als »cool«. Die wirtschaftliche Nutzung versprach unerschöpfliche Energie- und Antriebsquellen. Werbefilme wie “The Magic Of The Atom: The Atomic City” 19 bewarben Visionen des luxuriösen Lebens. Der neuartige, freizügigere »Bikini« wurde auf einer Modenschau in Paris nach dem zerbombten Südsee-Atoll benannt, dessen damals umgesiedelte Ureinwohner bis heute Schadensersatz für Strahlenerkrankungen einklagen. Die Mutationen von Macht- und Profitgier wachsen nach den vielen Atombombentests und Reaktorunfällen noch immer in den Leibern Unschuldiger – in Form von Krebsgeschwüren.20

Für den Fall der Fälle wurden der »nuklearen Familie« private Atombunker als Statussymbole ans Herz gelegt. Vater, Mutter und Kind würden, unter der Erde, ordentlich gekleidet, mittels Konserven ernährt und durch Gesellschaftsspiele unterhalten, einen Atomkrieg einfach aussitzen und ihre Vorräte gegenüber den verstrahlten Nachbarn »da draußen« mit gehorteten Gewehren und Revolvern zu verteidigen wissen.

Im Glauben, die Erdoberfläche nach eigenem Gutdünken beliebig umformen zu können, sollten die Erdgasreserven der USA durch gewaltige Bombenkrater an die Oberfläche gefördert werden. Edward Teller plante den Einsatz einer Multi-Megatonnen-Wasserstoffbombe zur Schaffung eines Tiefwasserhafens an der Küstenlinie Alaskas und die verdrängten Erdmassen für einen zweiten Panamakanal sollten zusammen mit Atompilzen in die Luft gehen.21 ///


Strategie Suizid

Die im »Kalten Krieg« geborene »MAD-Doktrin« beruht auf einer »wechselseitig zugesicherten Zerstörung«. Die Idee dahinter: Eine Nuklearmacht würde »todsicher« von einem Erstschlag abgehalten werden, wenn sie davon ausgehen müsste, dass die Gegenseite noch vernichtend zurückschlagen könnte. Aufgerüstet hätte keine Seite ein Interesse an einer kriegerischen Konfrontation. Durch wechselseitig angepasste »Overkill-Kapazitäten« (ausreichende Bombenvorräte, um den Gegner mehrfach vernichten zu können), wurden Unsummen verschlingende Bombenarsenale aufgebaut. Im Gegenzug sollte so der Frieden stabil erhalten bleiben. Verrückte Welt: Mit Brief und Siegel wurden »Garantiebedingungen« für die gegenseitige Vernichtung in Form von Abkommen aufgesetzt. Das »Gleichgewicht des Schreckens« wurde diplomatisch und mit Handschlag »begrüßt«. Bezeichnenderweise steht “MAD” im Englischen auch für »wahnsinnig«.

Bisher scheint die Strategie der nuklearen Abschreckung aufgegangen zu sein. Vielleicht haben wir bis heute aber auch einfach nur Glück gehabt? In den heißen Phasen internationaler Auseinandersetzungen während des »Kalten Krieges« stand der fragile Frieden mehrmals kurz vorm Ende. Die Großmächte führen seither lieber Stellvertreterkriege. Paradox ist auch, dass ausgerechnet die Staaten mit den meisten Atomwaffen, den anderen einen Besitz untersagen oder diktieren wollen.

Auch wenn man sich immer wieder durch die Anzahl gebunkerter Sprengköpfe, waffentechnischer Innovationen und juristisch ausgefeilter Vertragsdetails zu übervorteilen versucht, gelten weiterhin antike Prinzipien: »Wie Du mir, so ich Dir« und »Zahn um Zahn«. Für die »garantierte gegenseitige Zerstörung« wird aber nicht die identische Zahl an Raketen und möglichen Toten aufgerechnet. Was zählt, ist die Möglichkeit, einen Erstschlag zu überstehen, um noch vernichtend zurückschlagen zu können. Aus dem Grund sind alle Systeme vielfach redundant. Sicher ist sicher. Die deutsche Theologin Uta Ranke-Heinemann fragte 1981 […] woher man denn die 100 Milliarden Menschen bekommen würde, die durch die Sprengkraft vernichtet werden könnten. Es bestehe ja kein Mangel an Waffen mehr, vielmehr reichten die Menschen, die durch Atomwaffen vernichtet werden könnten, nicht mehr aus. […] 22

Abgetauchte, nuklear bestückte und an feindlichen Küstenlinien operierende Atom-U-Boote sind ideale Werkzeuge, ob für den Erst- oder für den Zweitschlag. Weitere »Waffen der Rache« sind Bomber und nuklear angetriebene Raketen, die ununterbrochen in der Luft bleiben können. Ganz neu auf russischer Seite: Hyperschall-Interkontinentalraketen, sogenannte »Stratosphären-Gleitfugkörper«, die ihre Nukleargefechtsköpfe mit 20–27facher Schallgeschwindigkeit ins Ziel lenken.23 Rote Telefone werden damit in Zukunft wohl obsolet – die Gefechtsköpfe wären schneller im Zielgebiet, als Präsidenten sich gegenseitig beschwichtigen könnten. ///


Ungleicher Schrecken

Das sogenannte »Gleichgewicht des Schreckens« existiert heute nicht mehr. Standen sich im »Kalten Krieg« allein die USA und die UDSSR mit vielfachen Overkill-Kapazitäten gegenüber, haben heute auch das Vereinigte Königreich, Frankreich und China Atomwaffen. Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea gelten als faktische Atommächte, Iran und Saudi-Arabien sollen an Atomprogrammen arbeiten. Auch in Deutschland lagern (amerikanische) Atombomben.

Die Standard-Antworten in den Argumentationen für die nukleare Abschreckungsstrategie, die »naiven Weltverbesserern« der Friedensbewegungen entgegnet werden, überzeugen nicht. »Wer zuerst schießt, stirbt als zweiter« konnte in Wahrheit nie überzeugen. Die Formel ist aber spätestens hinfällig, seit mehr als zwei Streithähne »mit den Säbeln rasseln«. Das Konzept der atomaren Abschreckung versagt auch, wenn »Mini Nukes«, kleine atomare Waffen für begrenzte, taktische Angriffe eingesetzt werden könnten oder wenn politische oder religiöse »Achsen des Bösen« im Besitz von Kernwaffen wären.

Bereits mehrfach gerieten wir durch das wahnsinnig teure Nullsummenspiel in Form von »Beinahe-Unfällen« an die Schwelle zum dritten und voraussichtlich letzten Weltkrieg. Zum Beispiel machte 1983 das NATO-Manöver »Able Archer« die Sowjets nervös, weil sie im Vorfeld nicht ausreichend über Übungen zum Einsatz von Kernwaffen aufgeklärt worden waren. Sie vermuteten als Manöver getarnte Vorbereitungen zu einem Atomkrieg und versetzten ihre Truppen in Alarmbereitschaft.24 Im gleichen Jahr wurde Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow, Oberstleutnant der sowjetischen Luftverteidigungskräfte, zum Retter der Welt. Er entlarvte einen scheinbar mit Interkontinental-Raketen geführten Angriff der USA als Systemfehler sowjetischer Frühwarnsysteme und verhinderte den vermeintlichen, nuklearen »Gegenschlag«.25 ///


Kaltblütige Exekutionen

Anders als beim Kampf im Feld, ist das Töten mit ferngesteuerten Raketen ein abstrakter Prozess. In den hermetisch abgeriegelten Bunkern der Stellungen werden routinierte Skills im Ernstfall todsicher exekutiert werden. Die Mannschaften bekommen nach deren Druck auf die Startknöpfe nichts vom Sterben und Leiden auf der anderen Seite mit. Die große Distanz zum Feind und die Abstraktion der technischen »Arbeitsschritte« beim Auslösen einer Massenvernichtungswaffe würde die Soldaten wohl »kalt« lassen.

Wissenschaftler und Bombenbauer der Rüstungsindustrie leiten ihre Prinzipien sicher von eigennützigen Interessen ab: Karrieren in der Forschung und Entwicklung. Vor der Durchführung des Trinity-Tests in der Wüste New Mexicos, dem ersten Nukleartest der Menschheit, hatten einige Wissenschaftler Sorge, dass die Plutonium-Implosionsbombe “The Gadget” (»Das Gerät«) die Atmosphäre in Brand setzen könnte. Dennoch wurde der Test durchgeführt!26 Macht- und Geldgier sind auch Triebfedern für die Entwicklung von Maschinen, bei denen Megatonnen mit Dollar verrechnet werden.

Kreative Waffenkonstrukteure befeuern mit ihren Erfindungen das Wettrüsten. Edward Teller, der »Vater der Wasserstoffbombe«, setzte seine Erfindungen den Kommunisten aus tiefster Überzeugung entgegen.27 Samuel Cohen »verkaufte« seine Erfindung, die Neutronenbombe, als »moralische Waffe«, weil sie, im Vergleich zu anderen Kernwaffen, eine nur kurzfristige Sekundärstrahlung freisetzen würde.28 Leo Szilard und Albert Einstein wurden hingegen entschiedene Gegner weiterer Atomwaffen-Entwicklungen.29 Die Positionen zwischen Gegnern und Befürwortern der atomaren Abschreckung bestehen bis heute. ///


Diplomatie versus Schwerter

Das Eine ergibt das Andere. “Hate Speech” sät Zwietracht. Unter den Führern mächtiger Staaten gibt es kühle und Hitzköpfe – mit oder ohne kugelsicherem Präsidentenkoffer. Militärparaden mit mobilen Abschussrampen können als Warnungen oder Provokationen interpretiert werden. Ängste, mangelnder Dialog, Missverständnisse, schleichende Entwicklungen, diplomatische Verwicklungen, politisches Taktieren, mediales Pushen, sich schnell aufschaukelnde Ereignisse oder menschliche »Fegefeuer der Eitelkeiten« könnten den atomaren Drachen wecken. Angst vor Isolation und wirtschaftlichem Aushungern könnte kleine Staaten, die sich in die Enge getrieben fühlen, dazu verführen, die »Doomsday-Maschine« in Gang zu setzen. “We should never. Never. Never!” könnte im Falle eines Falles auf einem »Nebenkriegsschauplatz« wie Deutschland ins Gegenteil verkehrt werden. Der größere Atomknopf könnte dazu verleiten, ihn irgendwann auch zu drücken. ///


»Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, dann mache ihn Dir zum Freund.«

Volksweisheit

Globale Folgen

Selbst ein regional begrenzter Atomkrieg mit 100 gezündeten Bomben, wie etwa zwischen den Erzfeinden Pakistan und Indien, würde Millionen Tote fordern. Verstrahlte Nächte, ohne ein Morgen, würden die Trümmerfelder und Wüsten über viele Jahre nicht mehr aus ihrer Dunkelheit entlassen. Ganze Ökösysteme und Ernten würden vernichtet werden. In einem nuklearen Winter würden Millionen verhungern, auch in anderen Erdteilen. Überlebende würden mit schwersten Erkrankungen dahinsiechen und die Toten beneiden.

Heute stehen sich weltweit etwa 13.900 Sprengköpfe gegenüber.30 ///


Kalter Krieg 2.0

Die »SALT II-, ABM-« und »INF-Verträge« wurden aufgekündigt. Der »New START-Vertrag« über »Maßnahmen zur weiteren Reduzierung und Begrenzung strategischer Angriffswaffen« läuft 2021 aus. Die Großmächte sind sich wieder einmal uneinig. Russland hat eine Verlängerung angeboten. Die Amerikaner wollen aber China mit ins Boot holen, Russland und China sind daran nicht interessiert.31 Amerikanische und russische Atomwaffen wurden zwar im Laufe der Abrüstung dezimiert, die verbleibenden Systeme dafür modernisiert. Die Welt ist keineswegs sicherer geworden. Spannungen innerhalb der weltpolitischen Lage lassen die Bedrohung eher zunehmen. Es gibt nur eine Lösung: Abschaffung und weltweite Ächtung dieser unmenschlichen Waffen. Es wäre gleichzeitig eine gewaltige Klimaschutzmaßnahme und würde sehr viel Geld für andere, globale Probleme freisetzen.

Seit 1947 beziffern führende Wissenschaftler die potentielle Gefahr der Selbstvernichtung. »Die Weltuntergangsuhr« (“Doomsday Clock”) des “Bulletin of Atomic Scientists” vermittelt anschaulich die aktuelle Gefahr der Auslöschung für die Menschheit. 1953, mitten im »Kalten Krieg«, zu Zeiten des Rüstungswettlaufs und des Koreakrieges, stand die “Doomsday Clock” auf fünf Minuten vor 12. Es folgten wechselhafte Jahre der Auf- und Abrüstung mit Konflikten, die fast zum III. Weltkrieg geführt hätten. Für 2020 haben die Wissenschaftler den Zeiger auf noch nie dagewesene 100 Sekunden vor 12 Uhr vorgestellt!32 Die atomare Bedrohung nimmt zu, nicht ab. Sie ist aktueller denn je. ///


Atomkraft in der Kunst


“[…] The lighting effects beggar description. The whole country was lighted by a searing light with the intensity many times that of the midday sun. It was golden, purple, violet, gray and blue. It lighted every peak, crevasse and ridge of the near-by mountain range with a clarity and beauty that cannot be described but must be seen to be imagined. It was that beauty the great poets dream about but describe most poorly and inadequately. […]” 33
Brigadier General Thomas F. Farrell

Künstler wie Isamo Noguchi, Iri und Toschi Maruki, Santiago Caruso, Roy Lichtenstein, Henry Moore, Enrico Baj, Werner Petzhold oder Norman Lewis bewegte die Kernenergie. Unvergessen ist der Film »Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben« von Stanley Kubrick. Die Atombombe fand »natürlich« ihren Ausdruck in Manuskripten, Gemälden, Plastiken und künstlerischen Filmen.

In einem Aufsatz über die Komödie schrieb Friedrich Dürrenmatt, Autor von ›Die Physiker‹: […] »Sichtbar, Gestalt wird die heutige Macht nur etwa da, wo sie explodiert, in der Atombombe, in diesem wundervollen Pilz, der da aufsteigt und sich ausbreitet, makellos wie die Sonne, bei dem Massenmord und Schönheit eins werden. Die Atombombe kann man nicht mehr darstellen, seit man sie herstellen kann. Vor ihr versagt jede Kunst als eine Schöpfung des Menschen, weil sie selbst eine Schöpfung des Menschen ist. Zwei Spiegel, die sich ineinander spiegeln, bleiben leer.« […] »Unsere Welt hat ebenso zur Groteske geführt wie zur Atombombe, wie ja die apokalyptischen Bilder des Hieronymus Bosch auch grotesk sind. Doch das Groteske ist nur ein sinnlicher Ausdruck, ein sinnliches Paradox, die Gestalt nämlich einer Ungestalt, das Gesicht einer gesichtslosen Welt, und genau so wie unser Denken ohne den Begriff des Paradoxen nicht mehr auszukommen scheint, so auch die Kunst, unsere Welt, die nur noch ist, weil die Atombombe existiert: aus Furcht vor ihr.«34 […]


Furcht oder Qual?

Seit der Erfindung der Atombombe wurde der fragile Zustand unseres Überlebens immer weiter auf die Spitzen von Raketen getrieben. Sollte unsere Furcht vor den gegnerischen Kernwaffen wirklich die einzige Überlebensstrategie sein – trotz aller Risiken und den vielen Toten? Oder können wir auf die in der »Büchse der Pandora« verbliebene Hoffnung setzen und Frieden endlich auch ohne Atomwaffen schaffen?

Friedrich Nietsche beschrieb die Hoffnung in seiner 1878 erschienenen philosophischen Schrift »Menschliches, Allzumenschliches« als das übelste aller Übel, weil sie die Qual der Menschen nur verlängern würde.35 ///


Weitere Informationen:

Studie "Auswirkungen einer Atombombe auf Deutschland", Greenpeace e.V.: https://www.greenpeace.de/ presse/publikationen/ auswirkungen-einer- atombombe-auf- deutschland

Website atomwaffen A–Z (Trägerkreis Atomwaffen abschaffen/IPPNW): http:// www.atomwaffena-z.info/

Website ippnw (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.): https://www.ippnw.de/

Website IALANA (Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen): https://www.textlog.de/ 21656.html

»Warum die atomare Bedrohung von Tag zu Tag zunimmt« von Richter Christopher Gregory Weeramantry, ehemaliger Vizepräsident am Internationalen Gerichtshof in Den Haag: https://www.ialana.de/ veroeffentlichungen/ weitere-buecher/ 470-warum-die-atomare- bedrohung-von-tag-zu- tag-zunimmt

Website ICAN Deutschland e.V. (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen): https://www.icanw.de/

Website atommüllreport (Arbeitsgemeinschaft Schacht KONRAD e.V.): https:// www.atommuellreport.de/

Michail Gorbatschow: »Was jetzt auf dem Spiel steht. Mein Aufruf für Frieden und Freiheit«. Siedler Verlag

Website Bulletin of the Atomic Scientists (Doomsday Clock): https://thebulletin.org/

Website SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute): https://www.sipri.org/

Website NTI (Initiative für Nichtverbreitung und Abrüstung): https://www.nti.org/

Website Bikini Atoll (Atombombentests): https:// www.bikiniatoll.com/


Quellen- und Literaturverzeichnis:

1 Trump, Donald J. in: Baker, Peter and Sang-Hun, Choe ‘Trump Threatens ‘Fire and Fury’ Against North Korea if It Endangers U.S.. The New York Times, Online-Ausgabe, 8. August 2017. https://www.nytimes.com/ 2017/08/08/world/ asia/north-korea-un-sanctions- nuclear-missile-united- nations.html?search ResultPosition=1 (Abgerufen: 17. November 2020, 11:21 UTC). Eine Version des Artikels erschien gedruckt am 9. August 2020, Abschnitt A, Seite 1 der New Yorker Ausgabe mit der Überschrift: ‘Fiery, Tempestuous Birth For a Global Nuclear Age.’

2 Perry, Matthew Calbraith und Truman, Harry S. (US-Präsident) in: ‘Our Answer to Japan’. The New York Times, Online-Archivausgabe (Timesmachine), 7. August 1945. https://timesmachine. nytimes.com/timesmachine/ 1945/08/07/88273938.html? pageNumber=22 (Abgerufen: 17. November 2020, 11:50 UTC).

3 Vgl. Büchse der Pandora. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. September 2020, 21:51 UTC. URL: https://de.wikipedia.org /w/index.php?title=B%C3%BCchse_der_Pandora &oldid=203617234. (Abgerufen: 11. November 2020, 17:19 UTC).

4 Vgl. H. G. Wells, Befreite Welt. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. November 2019, 18:24 UTC. URL: https://de.wikipedia.org /w/index.php?title=Befreite_Welt&oldid=194284605. (Abgerufen: 11. November 2020, 18:35 UTC).

5 Vgl. Entdeckung der Kernspaltung. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. April 2020, 05:43 UTC. URL: https://de.wikipedia.org /w/index.php?title=Entdeckung_der_ Kernspaltung&oldid=199186464. (Abgerufen: 11. November 2020, 19:27 UTC).

6 Vgl. Kernwaffe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. November 2020, 13:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org /w/index.php?title=Kernwaffe&oldid=205189656 (Abgerufen: 11. November 2020, 20:35 UTC).

7 Vgl. Harmagedon. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. März 2020, 13:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org /w/index.php? title=Harmagedon&oldid=198065405 (Abgerufen: 11. November 2020, 20:51 UTC).

8 Vgl. Taylor, Theodore in Del Tredici, Robert: Unsere Bombe. Deutsche Erstausgabe. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1988, S. 170.

9 Vgl. Becker, Oda: Auswirkungen einer Atombombe auf Deutschland. Studie im Auftrag von Greenpeace e.V. (Hrsg.), Hamburg 2020. https://www.greenpeace.de /presse/publikationen/ auswirkungen-einer- atombombe-auf-deutschland. (Abgerufen: 14. November 2020, 17:40 UTC).

10 Vgl. Steward, Alice in Del Tredici, Robert: Unsere Bombe. Deutsche Erstausgabe. Zweitausendeins, Frankfurt am Main 1988, S. 154.

11 Vgl. Auf die lange Bank geschoben. Greenpeace Online-Publikation. URL: https://www.greenpeace.de /themen/energiewende/ atomkraft/atommuell. (Abgerufen: 14. November 2020, 15:57 UTC).

12 Vgl. Becker, Oda: Auswirkungen einer Atombombe auf Deutschland. Ebd.

13 Vgl. Cramer, Maria: ‘Now I Am Become Death’: The Legacy of the First Nuclear Bomb Test. The New York Times, Online-Ausgabe, 15. July 2020. https://www.nytimes.com/ 2020/07/15/us/trinity- test-anniversary.html? searchResultPosition=1. (Abgerufen: 14. November 2020, 17:18 UTC). Eine Version des Artikels erschien gedruckt am 16. Juli 2020, Abschnitt A, Seite 12 der New Yorker Ausgabe mit der Überschrift: ‘Fiery, Tempestuous Birth For a Global Nuclear Age.’

14 Vgl. Schmitt, Uwe: Die Atombombe gebar Japans unverdienten Opfermythos. Welt, Online-Ausgabe, 01. August 2015. https://www.welt.de/ geschichte/zweiter- weltkrieg/article144689150/ Die-Atombombe-gebar- Japans-unverdienten- Opfermythos.html. (Abgerufen: 14. November 2020, 17:21 UTC).

15 Vgl. Augsburger Allgemeine: USA wollten angeblich den Mond mit Atombombe sprengen. Online-Ausgabe, 27. November 2012. https://www.augsburger- allgemeine.de/wissenschaft/ USA-wollten-angeblich- den-Mond-mit-Atombombe- sprengen-id22912366.html. (Abgerufen: 14. November 2020, 17:37 UTC).

16 Vgl. Liste von Kernwaffentests und Verlinkungen. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. September 2020, 11:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/ w/index.php?title=Liste_ von_Kernwaffentests&oldid=203968677. (Abgerufen: 11. November 2020, 17:53 UTC).

17 Vgl. Zar-Bombe. Trägerkreis Atomwaffen abschaffen, c/o IPPNW, Berlin. Online-Publikation. URL: https://www.atomwaffena-z. info/glossar/z/z-texte/ artikel/ fb42bddbe756cf1d0f22c9e03728d9ff/ zar-bombe.html. (Abgerufen: 14. November 2020, 18:46 UTC).

18 Vgl. Vaclav Smil: Energy at the Crossroads. MIT Press 2005, S. 118. Zitiert nach: Kernwaffe. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. November 2020, 13:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/ w/index.php?title=Kernwaffe&oldid=205189656. (Abgerufen: 15. November 2020, 11:45 UTC).

19 Vgl. Video auf Youtube: The Magic Of The Atom: The Atomic City. URL: https://www.youtube.com/ watch?v=ORBHROoXPDk. (Abgerufen: 15. November 2020, 11:58 UTC).

20 Vgl. Brandenburg, Mark: Bikini-Atoll. Das Paradies, in das die Bombe fiel. In: DER SPIEGEL (online) Panorama vom 9. Februar 2006, 06:15. URL: https://www.spiegel.de/ panorama/bikini-atoll- das-paradies-in-das- die-bombe-fiel-a- 399674.html (Abgerufen: 15. November 2020, 12:22 UTC).

21 Vgl. Operation Plowshare. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. November 2019, 12:42 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/ w/index.php?title=Operation_Plowshare &oldid=194187625. (Abgerufen: 15. November 2020, 12:38 UTC).

22 Vgl. Overkill. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. Oktober 2020, 11:07 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/ w/index.php?title=Overkill&oldid=204416847. (Abgerufen: 15. November 2020, 13:00 UTC).

23 Vgl. Merlot, Julia: Russlands neue Hyperschallwaffe. "Das Gefühl von Sicherheit durch Abwehrsysteme ist eine Illusion". In: DER SPIEGEL (online) Wissenschaft vom 17. Januar 2020, 15:36 Uhr. URL: https://www.spiegel.de/ wissenschaft/technik/ russland-was-die-avangard- gleitflugkoerper-fuer-das- kraeftemessen-mit-den- usa-bedeuten-a- ecfb8b14-492a-4096- ae05-0afb5c7ce553l (Abgerufen: 15. November 2020, 13:48 UTC).

24 Vgl. Geheimdokumente zu Nato-Manöver. So nah kam die Welt 1983 einem Atomkrieg. In: DER SPIEGEL (online) Politik vom 03. November 2013, 16:40 Uhr. URL: https://www.spiegel.de/ politik/ausland/kalter- krieg-nato-manoever-fuehrte- 1983-beinahe-zum-atomkrieg- a-931489.html (Abgerufen: 15. November 2020, 14:01 UTC).

25 Vgl. Leffers, Jochen: Sowjet-Offizier Petrow ist tot. Der Mann, der die Welt rettete. In: DER SPIEGEL (online) Geschichte vom 19. September 2017, 16:20 Uhr. URL: https://www.spiegel.de/ geschichte/stanislaw-petrow- der-mann-der-die-welt- rettete-ist-tot-a- 1168721.html (Abgerufen: 15. November 2020, 14:08 UTC).

26 Vgl. Atombombe. Letzter Vorhang. In: DER SPIEGEL (online) 01/1976 vom 05. Januar 1976. URL: https://www.spiegel.de/ spiegel/print/d- 41330871.html (Abgerufen: 15. November 2020, 14:30 UTC).

27 Vgl. Teller, Edward in Del Tredici, Robert: Unsere Bombe. Ebd., S. 198.

28 Vgl. Cohen, Sam in Del Tredici, Robert: Unsere Bombe. Ebd., S. 162.

29 Vgl. 60 Jahre Hiroshima. Leo Szilard - Vater und Gegner der Atombombe. Süddeutsche Zeitung, Online-Ausgabe, 19. Mai 2010. https://www.sueddeutsche.de/ wissen/60-jahre-hiroshima- vater-und-gegner-der- atombombe-1.910836. (Abgerufen: 15. November 2020, 15:08 UTC).

30 Vgl. Grüter, Thomas: Expertenstreit. Ruinieren Atombomben das Weltklima? In: Spektrum (online) vom 21. Oktober 2019. URL: https://www.spektrum.de/ kolumne/ruinieren- atombomben-das- weltklima/1680618 (Abgerufen: 15. November 2020, 16:08 UTC).

31 Vgl. Nukleare Abrüstung. Wladimir Putin bietet Verlängerung von New-Start-Abkommen an. In: Zeit online vom 16. Oktober 2020, 14:57 Uhr. URL: https://www.zeit.de/ politik/ausland/ 2020-10/nukleare-abruestung- russland-usa-wladimir- putin-new-start?utm_ referrer=https%3A%2F%2F www.google.com%2F (Abgerufen: 15. November 2020, 17:48 UTC).

32 Vgl. Mecklin, John (Editor): Closer than ever: It is 100 seconds to midnight. 2020 Doomsday Clock Statement. In: Bulletin of the Atomic Scientists. URL: https://thebulletin.org/ doomsday-clock/ current-time/ (Abgerufen: 15. November 2020, 18:25 UTC).

33 Farrell, Thomas F. (Brig. Gen., Deputy to Maj. Gen. Leslie R. Groves, head of the atomic bomb project for the war departement) in Wood, Lewis: Steel Tower ‘Vaporized’ In Trial of Mighty Bomb. In: The New York Times (Timesmachine, Online-Archiv). S. 5, Fortsetzung von S. 1. URL: https://timesmachine. nytimes.com/timesmachine/ 1945/08/07/issue.html (Abgerufen: 16. November 2020, 16:27 UTC).

34 Dürrenmatt, Friedrich über die Komödie. In: Theaterprobleme. Arche, Zürich 1955, S. 34f.

35 Vgl. Nietsche, Friedrich: Die Hoffnung. In: Menschliches, Allzumenschliches I, Ein Buch für freie Geister, 1878, II. Zur Geschichte der moralischen Empfindungen, S. 71. textlog.de. URL: https://www.textlog.de/ 21656.html. (Abgerufen: 16. November 2020, 17:26 UTC).


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